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29.08.2011, 10:42

St.Vith investiert in die Wassergewinnung

veröffentlicht von: Daniel Theissen

Einstimmiger Beschluss des Stadtrates / Wasserzins bleibt unverändert

von Arno Colaris

Nachdem die Stadtgemeinde St.Vith in den letzten Jahren viel in die Wasserverteilung investiert hat, sind auch weitere Anstrengungen in der Trinkwassergewinnung geplant.

Am Donnerstagabend bewilligte der Stadtrat eine Summe von 145 000 Euro für die technische Ausrüstung des Bohrbrunnens 99/3 im Rodter Venn, der eine wichtige Rolle im zentralen Trinkwasserkonzept spielt, das die Stadtgemeinde St.Vith vor einigen Jahren auf den Weg gebracht hat. Ferner seien vier weitere Probebohrungen zur Sicherstellung des Trinkwasseraufkommens geplant, erläuterte der zuständige Schöffe Herbert Grommes. Dies sei erforderlich, denn immerhin sollen in absehbarer Zukunft alle Haushalte der Stadtgemeinde St.Vith mit Trinkwasser aus dem Rodter Venn versorgt werden. Grommes freute sich, dass die konzeptuelle Planung dieses Großprojekts aufgehe, denn bis dato habe die Gemeinde fast noch nie mehr Wasser verkauft als produziert. Dabei seien im vergangenen Jahr beträchtliche Mengen an Drittabnehmer, und zwar an die wallonische Wasserverteilungsgesellschaft (SWDE) und die Gemeinde Amel (für die Industriezone Kaiserbaracke) veräußert worden.

Der tatsächliche Kostenpreis (TKV) des Wassers in der Stadtgemeinde St.Vith bleibt zum vierten Mal in Folge unverändert bei 1,55 Euro. Im Gegensatz zu einigen anderen Gemeinden wolle man an einem möglichst stabilen Wasserpreis festhalten, so Herbert Grommes. Inklusive der Abwassersteuer der Wallonischen Region kostet ein Kubikmeter Leitungswasser in der Stadtgemeinde St.Vith etwas mehr als drei Euro. Seitens der Opposition begrüßte Klaus Jousten die Investitionen in das Trinkwasserkonzept, »das wir immer mit getragen und zum Teil auch mit geplant haben. Wie wir alle wissen, ist das Trinkwasser unser höchstes Gut.«

Lediglich mit den Stimmen der Mehrheit wurde die erste Anpassung des kommunalen Haushaltsplans 2011 genehmigt. Der Verwaltungshaushalt sieht Mehreinnahmen von 1,2 Millionen Euro (vor allem aus dem Übertrag des Vorjahres) und Mehrausgaben von 775000 Euro gegenüber der ursprünglichen Vorlage vor. Die Stadt erhöht die Mittel für den Unterhalt des kommunalen Straßennetzes um 300 000 Euro auf 500000 Euro. »Wir müssen jetzt in die Straßen investieren, wenn wir in den kommenden Jahren noch höhere Kosten vermeiden möchten«, so Herbert Grommes. Der Verwaltungshaushalt schließt nach der Abänderung mit einem positiven Saldo von 469847 Euro.

Im Investitionshaushalt, dessen Gesamtvolumen sich jetzt auf 5,3 Millionen Euro beläuft, wurden die erforderlichen Mittel für die Eigenbeteiligung der Stadt an der Neugestaltung des Dorfplatzes in Mackenbach (im Rahmen der Ländlichen Entwicklung), Kanalarbeiten in der Prümer Straße, die Erneuerung von Bürgersteigen und die geplanten Photovoltaikanlagen auf den Schuldächern von Recht und Schönberg vorgesehen.

Quelle : www.grenzecho.net