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Aufgabenbereiche

Nahwärmenetz für öffentliche Gebäude

Die Stadtwerke, als Projektträger, und auch die Stadt St.Vith gehen neue Wege bei der Wärmever-sorgung des Sport- und Freizeitzentrums (SFZ) sowie der in der Nähe gelegenen vier Gebäude (Rathaus, Gemeindeschule, Königliches Athenäum und Primarschule der Gemeinschaft).

Wie sieht die Investition nun aus?

Neben dem SFZ ist z.T. unterirdisch ein Heizraum mit angegliedertem Hackschnitzelsilo (für rd. 140 srm - Schüttraummeter) vorgesehen. Er soll bestückt werden mit einem Holzhackschnitzelkessel mit einer Nennwärmeleistung von 800 kW (sowie mit einem Heizöl-Spitzenlastkessel von ca. 1000 kW).
Der Brennstoffsilo ist so angelegt, dass der Vorrat bei Volllast je nach Hackschnitzelqualität für 6-8 Tage reicht.
Die Wärmeeinspeisung erfolgt über ein Nahwärmenetz (insgesamt rd. 630 m) mit Wärmeübergabe-
stationen in den angeschlossenen Gebäuden.

Die Kosten für Heizung und Nahwärmenetz (inkl. Bau der Lagerhalle, von der weiter unten die Rede ist) können wie folgt geschätzt werden:

Auftragssumme (inkl. Nebenkosten, usw. (oMwSt) rd. 1,3 Millionen Euro
Zuschüsse der Wallonischen Region rd. 350 000 Euro
Alternative Finanzierung durch die DG rd. 510 000 Euro
Durch die Stadtwerke zu finanzieren rd. 470 000 Euro

Bei diesen Zahlen handelt es sich um Schätzungen. Genaue Zahlen werden vorliegen, wenn das in Kürze anlaufende Ausschreibungsverfahren abgeschlossen ist.

Brennstoffversorgung

Für einen funktionierenden Wärmeverbund auf der Basis von Holz ist eine verlässliche und preis-günstige Bereitstellung des Brennstoffes, d.h. der Hackschnitzel, unerlässlich.

Die Lagerung sowie die Trocknung (und später eventuell die Eigenproduktion unter Verwendung von Waldrestholz oder Industrieholz) von Hackschnitzel erfolgt demnächst in einer eigens dafür errichtet Lagerhalle.

Nach einer Trocknungsperiode von 10 bis 16 Wochen (je nach Witterung)in der Halle haben die Hackschnitzel ohne weitere Energiezufuhr dann einen Gleichgewichts-Wassergehalt von 30-40%, wodurch ein Betrieb der Holzfeuerungsanlagen mit gutem Wirkungsgrad möglich ist. Die Halle dient außerdem als Puffer, so dass der rationelle Einsatz von großen Mobilhackern im Lohnverfahren möglich ist. Ein wesentlicher Aspekt ist auch, dass die Qualität der Hackschnitzel durch den Zugriff auf die Produktion in eigener Verantwortung gewährleistet werden kann.

Die Baukosten für die Halle, die durch hiesige Unternehmen ausgeführt wurde, belaufen sich auf rund 260.000 Euro (o. M.W.St.), wobei ein kleiner Erdwall entlang der Regionalstraße noch angelegt werden muss.

Die Lagerhalle befindet sich an der Umgehungs-straße Rodt, nahe des Kreisverkehrs Richtung Emmels.

Sie hat eine Grundfläche von 640 m² (16x40m). Die Halle besteht aus einer Metallstruktur. Längsseitig sind runde Stämme zwischen den Stützen eingefügt, um die natürliche Belüftung der Holzhackschnitzel zu gewährleisten und um die Befüllung zu ermöglichen. Das Dach ist mit dunkelgrauem Profilblech gedeckt. Entlang der Straße wird noch ein begrünter Erdwall angelegt.

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