
Der Sozialhilferat ist ein politisches Gremium, dass durch den Stadtrat gewählt wird. Diese Vorgehensweise hat den Vorteil, dass der Sozialhilferat die gleiche politische Verteilung wie der Stadtrat aufweist.
Einführungssitzung des neuen Sozialhilferates
am 1. März 2013 im Rathaus von St.Vith.
Der Sozialhilferat ist der Entscheidungsträger im ÖSHZ: alle Anträge auf Sozialhilfen werden, rund ein Mal im Monat, durch ihn gewährt oder verweigert. Ferner entscheidet der Sozialhilferat über Finanzen, Personal, etc... In gewissen Fällen muss sich der Sozialhilferat mit den Entscheidungsträgern auf Ebene der Stadt konzertieren.
Die nachfolgenden individuellen Gestaltungen und Beschreibungen wurden durch jedes Ratsmitglied selber erstellt. Sie stellen nicht zwangsläufig die Ansicht des Öffentlichen Sozialhilfezentrums dar. Jedes Ratsmitglied ist für seinen "Frame" selbst verantwortlich. Bei Anmerkungen können Sie uns gerne an unser Sekretariat (oshz.sanktvith@publilink.be) mailen, wir leiten die Nachricht dann weiter.
FBL - Freie Bürgerliste
Rodter Straße 23 - 4780 Sankt Vith - Tel.: 080/226 854
geboren 1960, diplomierter Sozialarbeiter, verheiratet, ein Sohn
In meiner 30-jährigen haupt- und nebenberuflichen Tätigkeit in verschiedensten sozialen Einrichtungen begegnete ich immer wieder den Sorgen, Nöten und Fragen von Mitmenschen, die sich in schwierigen Lebenslagen befinden. Ich widme mich dem Sozialbereich mit Herz und Verstand, aber auch mit Kreativität und vollem Engagement.
Um mich der Tätigkeit als ÖSHZ-Präsident zum Wohl der Sankt Vither Bevölkerung voll und ganz zu widmen, habe ich mich von meinen beruflichen Aktivitäten seitens der Dienststelle für Personen mit Behinderung freistellen lassen.
Neben der Zuständigkeit eines ÖSHZ-Präsidenten übernehme ich Verantwortung als Gründungspräsident für einen Ausbildungsbetrieb im Bau- und Horecabereich (SOBAU), für eine Initiative zur Verbesserung der Mobilität (FAHRMIT), sowie für das von Ehrenamtlichen getragene PATCHWORK in der Bleichstrasse als Begegnungs- , Austausch- und Bildungsstätte mit einem Selbstlernzentrum für Sprachen und für einen Gemeinschaftsgarten. Diese Initiativen, die größtenteils ohne Zuschuss der Gemeinde auskommen, ergänzen oder entlasten die Tätigkeiten des ÖSHZ.
Gleiches gilt für den gegründeten Fahrdienst mit Ehrenamtlichen oder das geplante Seniorendorfhaus in Schönberg.
In die wohlüberlegte nachhaltige Gestaltung des sozialen Bereiches kann ich meinen reichhaltigen Erfahrungsschatz als Mitglied (gelegentlich auch Gründungsmitglied) in verschiedensten VoG's, Initiativen oder Arbeitskreisen der DG aktiv, wie z.B. Wohnraum für Alle, Öffentlicher Wohnungsbau Eifel, Soziale Kreditgesellschaften, Trialog (Mediation), Sozialberichterstattung, Caritas-Gruppe, Arbeitskreis Sozialökonomie,... einfließen lassen.
Als ÖSHZ-Vorsitzender ist es mir ein Anliegen, zu zeigen, dass wirtschaftliche und soziale Belange nicht unbedingt im Widerspruch zueinander stehen, sondern sich sehr wohl miteinander verbinden lassen, und zwar dann, wenn die Voraussetzungen dazu auch geschaffen werden. In den letzten Jahren konnte den steigenden Problemen im Sozialbereich (Lebensteuerung, Veralterung der Gesellschaft, Jugendliche in Schwierigkeiten, Überschuldung,...) - auch Dank der Mitarbeit verschiedenster Partner - begegnet werden und gleichzeitig der Gemeinde-Zuschuss an das ÖSHZ moderat gehalten werden. Hierfür verdient das Personal des Sozialbereiches für die mit Engagement geleistete Arbeit besondere Wertschätzung.
Jeder kann in eine schwierige Lage geraten und auf Hilfe der Allgemeinheit angewiesen sein, insbesondere dann, wenn persönliche und familiäre Ressourcen fehlen, das nähere Umfeld keine Lösungen bietet oder vielfältige Probleme auf einmal eintreten. Dann gilt es, mit den Betroffenen den jeweils bestmöglichen Lösungsansatz zu finden. Nicht jede gut gemeinte Hilfe ist eine gute Hilfe. Schwierige Situationen erfordern kreative, wirksame und professionelle Entscheidungen. Hilfe zur Selbsthilfe heißt, dazu beitragen, dass die Betroffenen die nötige Hilfe erfahren, um möglichst bald wieder auf eigenen Füßen zu stehen. Ich bin überzeugt davon, dass der Glaube an die Fähigkeiten der Menschen, der respektvolle Umgang mit ihnen und die Erwartung an Eigenverantwortung hierbei sehr wichtig sind. Als Lösungswege gelten Ausbildung und Arbeitsvermittlung, Schuldenberatung und Budgetbegleitung, administrative Beratung und nicht zuletzt die Unterstützung hin zur gesellschaftlichen Beteiligung.
Es ist Aufgabe der Politik, die Gesellschaft so zu gestalten, dass Ausgrenzung und Armut möglichst vermieden werden. Ich bin letztlich überzeugt davon, dass eine gute Sozialpolitik auf dem gesellschaftlichen Zusammenhalt und die generationen-übergreifende Solidarität in den Dörfern und in St.Vith fußt und langfristig nicht auf Freiwilligen-Einsatz verzichten kann.
In diesem Sinne grüßt Sie herzlich Paul Bongartz
REINARTZ-FEYEN Ingrid
KESSELER-HEINEN Nathalie
GILSON Roland
LENTZ-ARENS Helene
MAUS Ernst
THEISEN Martina
HOFFMANN René
MÜLLER Anja
FICKERS Robert