In St.Vith haben in dieser Woche die angekündigten Wartungsarbeiten auf der Hauptdurchgangsstraße begonnen.
Wie berichtet, geht es um den Unterhalt der Fahrbahnpflasterung in der Haupt- und Malmedyer Straße (N62) zwischen den Kreisverkehren An den Linden und am Friedhof. Auftraggeber ist das Straßenbauministerium der Wallonischen Region (SPW).
Von 1998/1999
Dass die betreffende Pflasterung nach elf Jahren Verschleißerscheinungen aufweist, ist in den Augen von Raymond Fux, dem Leiter der zuständigen SPW-Dienststelle in St.Vith normal. Sie stammt von 1998/1999, als die Haupt- und die Malmedyer Straße in St.Vith einer umfassenden Modernisierung mitsamt Verkehrsberuhigung unterzogen wurden. Das ehrgeizige Vorhaben wurde seinerzeit durch die Stadt - in der Amtszeit von Bürgermeister Ernst Thommessen - und das regionale Straßenbauministerium umgesetzt. »Alles in allem hat die Pflasterung recht gut gehalten«, blickt Raymond Fux zurück: »Die Tatsache, dass wir über das Standard-Fundament hinaus auch eine Drainage unter der Fahrbahn verlegt haben, hat sich als richtig erwiesen.« Doch der Zahn der Zeit hat sichtlich an der Pflasterung genagt. Glücklicherweise ist diese nicht dem Schwerlastverkehr ausgesetzt, mit Ausnahme des Ortsverkehrs.
Aber auch der Pkw-Verkehr hinterlässt, so die Erfahrung des SPW, Spuren. Dies gilt vor allem bei Nässe, wo durch die Reifen eine Art Überdruck bewirkt wird, der die Fugen der Fahrbahn beeinträchtigt.
Versiegelung
»Eine Pflasterung ist halt nicht das Gelbe vom Ei für Straßen mit Fahrzeugverkehr. Sie ist besser für Fußgängerzonen geeignet«, weiß Raymond Fux zu berichten: »Deshalb führt das SPW auch keine neuen Projekte dieser Art mehr durch.«
In erster Linie geht es bei den laufenden Maßnahmen um die Erneuerung der Fugen, die wieder dicht gemacht werden müssen. Zu diesem Zweck werden diese mit einem Hochdruckreiniger entfernt. Es wird erneut Sand eingefüllt. Und dann erfolgt die Versiegelung der Fahrbahn mit einem neuen Produkt. Dieses wurde im Vorfeld der Ausführung auf seine Wirksamkeit getestet. Stellenweise muss aber auch die eigentliche Pflasterung instandgesetzt werden.
Die Arbeiten können nur bei Trockenheit und angemessenen Temperaturen erfolgen. Sie erfordern eine Vollsperrung der Straße. Das Projekt wird in mehreren Teilstücken phasenweise während drei bis vier Wochen verwirklicht. Die Sperrung betrifft somit nur die jeweilige Teilstrecke, wodurch die daraus resultierenden Unannehmlichkeiten in Grenzen gehalten werden sollen. Die Verkehrsverordnung wurde zwischen dem SPW, der Stadt St.Vith und der Polizei abgesprochen.(hs)
Quelle : www.grenzecho.net