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08.07.2010, 11:47

Grünes Licht jetzt auch für das fünfte Windrad in St.Vith

veröffentlicht von: Daniel Theissen

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Genau wie beim geplanten Windpark in Weismes erfolgt die Genehmigung des Projektes in der Stadtgemeinde St.Vith auf Raten. Im letzten Fall ist man jetzt zum Frühsommer ein gutes Stück vorangekommen. Nachdem das zuständige Raumordnungsamt der Wallonischen Region im Herbst 2009 nur vier der fünf auf der Emmelser Heide vorgesehenen Windräder genehmigt hatte, ist die Akte jetzt, rund acht Monate später, endlich komplett.

Trotz dieser Verzögerung dürfen sich der Betreiber der Anlage, die Gesellschaft Windfarm St.Vith PGmbH mit Sitz in Eupen, ein belgischer Ableger von BMR Energy solutions GmbH aus Gangelt nahe Aachen im Kreis Heinsberg (D), freuen, dass zum Neuantrag des Bauträgers am 24. Juni 2010 grünes Licht erteilt worden ist. Dank dieser Globalgenehmigung kann das Vorhaben in die konkrete Phase treten. Dabei sind naturgemäß zahlreiche Auflagen der Behörden einzuhalten.

Wie bereits mehrfach berichtet, will die Firma Windfarm auf der Emmelser Heide fünf Windräder mit einer Nennleistung von je zwei Megawatt errichten. Doch im Zuge der Genehmigungsprozedur machten die Forstverwaltung und die Beratende Raumordnungskommission der Wallonischen Region (CRAT) Bedenken geltend, da die Turbine Nummer 4 ursprünglich nicht in einer Linie zu den übrigen vier Masten und außerdem zu nah am Wald zu stehen käme.

Die Betreiber folgten den Empfehlungen, entschieden sich für einen neuen Standort und reichten eine neue Anfrage ein. Diesmal gab es keine Einwände. Überhaupt, so stellt der St.Vither Energieschöffe Herbert Grommes fest, hat es im Zuge der vorgeschriebenen öffentlichen Untersuchungsverfahren kaum Reklamationen seitens der Bevölkerung bzw. der Landwirte über eine eventuelle Beeinträchtigung der Lebensqualität durch den Windpark gegeben, und auch die Naturschutzvereinigungen hätten keine Hindernisse in den Weg gelegt. Schließlich entsteht diese Anlage mindestens 600 Meter vom nächstgelegenen Haus entfernt.

Herbert Grommes geht davon aus, dass die Bauarbeiten noch in diesem Jahr beginnen und im Frühjahr 2011 fortgesetzt werden, so dass der Windpark dann im Herbst ans Netz gehen könnte. Er unterstreicht nochmals, dass diese Infrastruktur ein wesentlicher Bestandteil des Energiekonzeptes der Stadtgemeinde St.Vith ist. Dank des auf der Emmelser Heide produzierten grünen Stroms (4000-4500 MWh/Windrad) können laut Angaben von BMR Energy Solutions 10 000-16 000 Tonnen Kohlendioxyd/CO2-Ausstoß pro Jahr vermieden werden.

Aber auch finanziell lohnt sich das Geschäft. So kassiert St.Vith von Windfarm an Nutzungsgebühren für das betreffende Gemeindeland 33 000 Euro/Windrad jährlich, ein Betrag, der weit über dem liegt, was die übrigen Eifelgemeinden für ihre Windparks einstreichen. Auch strebt die Stadt St.Vith eine Kapitalbeteiligung von etwa 10 Prozent an dieser Anlage an, was eine Investition von bis zu 250 000 Euro bei einer entsprechenden Ertragsausschöpfung bedeutet. Man sei dabei, den Finanzplan durch Fachleute überprüfen zu lassen. In der Folge könne das Anliegen dem Stadtrat zur Beschlussfassung vorgelegt werden, so Herbert Grommes.(hs)

Quelle : www.grenzecho.net