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03.12.2010, 08:44

Gezielte Energieeinsparung in St.Vither Gemeindeschulen

veröffentlicht von: Daniel Theissen

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Von Arno Colaris

Die Stadtgemeinde St.Vith setzt konsequent auf Energieeinsparung. Parallel mit der Verwirklichung des Nahwärmenetzes in St.Vith (das GE berichtete) wurden nun sieben Gemeindeschulen mit neuen Heizkesseln ausgestattet.

In Recht, der größten dieser Grundschulen, sorgt inzwischen eine mit hochmoderner Reglung ausgestattete Pelletsheizung für angenehme Raumtemperaturen.

Zuschüsse aus Namur

Am 14. Oktober 2008 hatte der Stadtrat den Beschluss gefasst, die in die Jahre gekommenen Heizkessel der Grundschulen Recht, Rodt, Emmels, Lommersweiler, Crombach, Hinderhausen und Neidingen sowie des Ateliers Neundorf, ebenfalls ein Gebäude der Stadt St.Vith, zu ersetzen. »Der Zeitpunkt war günstig, weil die Wallonische Region ein Sonderprogramm für mehr Energieeffizienz in öffentlichen Gebäuden aufgelegt hatte«, erläutert St.Viths Schulschöffe Herbert Felten. Dieses Programm stellte Gemeinden mit weniger als 9000 Einwohnern eine Bezuschussung von bis zu 90 Prozent der geplanten Investitionen in Aussicht.

Am 15. Mai 2009 erhielt die Stadtgemeinde St.Vith aus Namur die Zusage für einen Gesamtbetrag von rund 500 000 Euro, wovon jeweils die Hälfte für das Nahwärmenetz in St.Vith und die oben genannten (Schul-)Gebäude vorgesehen waren. »Wir gehen nach den vorgenommenen Berechnungen davon aus, dass wir durch diese Investitionen jährlich 29 000 Liter Heizöl sparen und den CO²-Ausstoß um 92500 kg pro Jahr verringern«, führt Herbert Felten fort.

Schnelle Abschreibung

Besonders groß wird das Einsparpotenzial in Recht sein. Trotz des vor einigen Jahren realisierten Anbaus wird der Heizölverbrauch hier um rund 15 000 Liter pro Jahr niedriger als in der Vergangenheit liegen. »In Recht beträgt der Heizölverbrauch etwa dem von vier kleinen Dorfschulen, daher haben wir uns in dieser Schule für eine Pelletsheizung entschieden.«

Die Anschaffungskosten lägen zwar um 30 Prozent höher als bei einer herkömmlichen Ölheizung, doch gehen die Projektplaner davon aus, dass sich der Anteil der Stadtgemeinde St.Vith an diesen Investitionen innerhalb von vier bis fünf Jahren durch die Heizöleinsparung abschreiben dürfte.

An der Schule in Recht wurden darüber hinaus die Dachisolierung verbessert (Kostenpunkt: 25 000 Euro) und einige Fenster bzw. Glassteine ersetzt (50000 Euro).

Nicht in das Programm aufgenommen wurden die Schulen Wallerode und Schönberg, die noch über relativ neue Heizungsanlagen verfügen. Zudem verfügt die Ölheizung der Schule in Schönberg nach dem Um- bzw. Ausbau bereits über eine moderne Reglung, während die Schule in Wallerode zu einem späteren Zeitpunkt nachgerüstet werden könnte. Die Stadt sah ebenfalls davon ab, alle genannten Schulen mit Pelletsheizungen auszustatten, »weil es dann nicht möglich gewesen wäre, alle Investitionen über einen ähnlich kurzen Zeitraum abzuschreiben und wegen des zu großen Kostenvolumens eher fraglich gewesen wäre, alle Schulen bereits jetzt mit einer neuen Heizung auszustatten.«

272 000 Euro

Die Gesamtkosten beliefen sich übrigens auf 272 000 Euro. Dank der großzügigen Förderung durch das entsprechende Programm (Ureba) der Wallonischen Region erwartet die Stadtgemeinde Beihilfen in Höhe von 202 000 Euro, sprich 90 Prozent der bezuschussbaren Summen von 225 000 Euro.

Mit dem Einbau der Ölheizkessel wurde nach einer Ausschreibung die Fa. Wolfgang Fink (Elsenborn) beauftragt. Für die Lieferung der Pelletsheizung in Recht und die Steuerung der Anlagen zeichnet unterdessen die Fa. Detem (Weismes) verantwortlich.

 

Stadtgemeinde St.Vith greift bei Schulheizungen auf modernste Technik zurück

Die neuen Heizungsanlagen in den St.Vither Gemeindeschulen sind mit A-Klasse-Reglern ausgestattet, gewissermaßen dem Non plus ultra unter den computergesteuerten Reglungen für Heizkessel.

Es handelt sich um ein höchst effizientes System, das erst im vergangenen Frühjahr durch die Firma Siemens auf den Markt gebracht wurde. »Der entscheidende Vorteil dieser Anlage ist, dass sie über alle Medien mit Internetzugang gesteuert werden kann. Bisher war dies nur mit einem PC mit spezieller Software möglich«, erläutert Kurt Mertes von der Fa. Detem. Mit den erforderlichen Zugangsdaten können Schulleiter die Heizungsanlage demnach sowohl von ihrem Arbeitsplatz als auch nach Bedarf von einem anderen Ort steuern, um eine möglichst optimale Nutzung zu erzielen. Die bedienungsfreundliche Reglung ermöglicht eine wechselseitige Kommunikation zwischen Kesselanlage und dem Raumthermostat. Zudem sendet sie automatische Fehlermeldungen per E-mail und/oder SMS an die zuständigen Personen aus. Per Jahreskalender lässt sich ein komplettes Schuljahr vorprogrammieren, doch sind selbstverständlich auch kurzfristige Anpassungen möglich. Zu einer Optimierung bzw. Reduzierung des Verbrauchs trägt in Recht nicht zuletzt bei, dass das Schulgebäude in vier verschiedene Heizkreise eingeteilt ist.(arco)

Quelle : www.grenzecho.net

 

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