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01.10.2010, 08:31

»Alt-St.Vith« soll weiterleben

veröffentlicht von: Daniel Theissen

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Der Sommer ist vorbei, doch beim Rückblick auf die Hauptsommersaison 2010 in St.Vith erinnern sich viele an die überaus erfolgreiche Postkartenausstellung im Rathaus.

»Viele Grüße aus St.Vith - St.Vith auf alten Ansichtskarten« konnte immerhin 1500 Besucher in den Monaten Juli und August begeistern. »Eine der bestbesuchten Ausstellungen des letzten Jahrzehnts in St.Vith. Sie hat das Herz der Bevölkerung getroffen«, lobte damals Bürgermeister Christian Krings die Veranstalter anlässlich des Seniorentages mit rund 80 Besuchern.

Bilderbogen

Nun, dank der Initiative von Herbert Müllender, Vorstandsmitglied der Fördergemeinschaft (FG) St.Vith, seiner Tochter Maike sowie der Heimathistoriker Klaus-Dieter Klauser, seines Zeichens auch Vorsitzender des Geschichtsvereins Zwischen Venn und Schneifel (ZVS), und Walter Langer fühlten sich zahlreiche Bewohner aus St.Vith und Umgebung, aber auch auswärtige Gäste beim Betrachten all der Ansichten in die früheren Zeiten zurückversetzt.

Sie durften in der bewegenden Zeit von »Alt-St.Vith« vor dessen Zerstörung im Zweiten Weltkrieg an Weihnachten 1944 schwelgen. Dieser vielseitige Bilderbogen, der sich über eine Epoche von hundert Jahren erstreckte, wurde u.a. ergänzt durch multimediale Darstellungen, die die Schau im Rathaussaal lebendig gestalteten.

Einige ergreifende Eintragungen im Gästebuch, so beispielsweise einer mittlerweile in Louisana (USA) lebenden polnischen Familie, die von 1988 bis 1992 in St.Vith wohnte und jetzt im Sommer wieder vorbeischaute, oder des aus St.Vith stammenden Vorsitzenden des Parlamentes der Deutschsprachigen Gemeinschaf, Ferdel Schröder, bescheinigten zum einen den Ausrichtern sehr gute Arbeit und begutachteten zum anderen den mitunter erstaunlichen Werdegang der Stadt bzw. des Stadtbildes. »Das Rathaus war ein Ort der Begegnung der Menschen mit der Vergangenheit«, blickt auch Herber Müllender mit Genugtuung zurück.

Es wäre natürlich schade gewesen, nach Ende der Ausstellung diese für immer und ewig einzumotten. »Alt-St.Vith« soll, so hatten es von Anfang an die Protagonisten gewollt, weiterleben. So wurden gleichzeitig mit der Schau ein Fotobuch und eine Textsammlung herausgegeben. Mehr als 200 wurden davon verkauft. Das Gesamtwerk (Text+Foto) ist auch weiterhin im Heimatmuseum des Geschichtsvereins ZVS am alten Bahnhof in St.Vith zum Preis von 30 Euro zu haben.

Heimatmuseum

In der Zwischenzeit sind »Viele Grüße aus St.Vith« im Sinne der Nachhaltigkeit fein säuberlich archiviert und dem ZVS übertragen worden. Herbert Müllender kann sich durchaus vorstellen, dass diese Schau in Zukunft in der einen oder anderen Form bei passenden Anlässen wieder ganz oder teilweise zum Vorschein kommt. Sie steht jedenfalls Interessenten für Projekte dieser Art zur Verfügung.

Der digitale Teil der Expo kann aber schon jetzt auf einem Computer im Heimatmuseum in St.Vith während dessen Öffnungszeiten erneut eingesehen werden.

Auch wird sie die Webseite der Fördergemeinschaft (FG) St.Vith (www.stvith.com) bereichern.(hs)

Öffnungszeiten des Heimatmuseums St.Vith am früheren Bahnhof (Schwarzer Weg 6): Montags bis donnerstags von 13.00 - 17.00, freitags von 13.00 -16.00, samstags von 14.00 - 16.00 und sonntags von 14.00 - 17.00 Uhr. Gruppen mit Voranmeldung auch außerhalb dieser Zeiten. Eintrittspreise: Erwachsene: 2,00 Euro, Kinder: 1,50 Euro, Gruppen: 1,50 Euro. Info: Telefon 080/229209, Internet: www.zvs.be

Quelle : www.grenzecho.net

siehe auch www.st.vith.com/veranstaltung/summertime/postkartenausstellung/