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19.08.2010, 11:34

St.Vither Kunstrasenplätze Ende September bespielbar

veröffentlicht von: Daniel Theissen

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Von Arno Colaris

Voraussichtlich Ende September können die neuen Kunstrasenfußballplätze an der Rodter Straße in St.Vith für den Trainingsbetrieb des RFC St.Vith, der RUS Emmels und des FC Olympia Recht freigegeben werden. Die Anfang August begonnenen Erdarbeiten kommen zügig voran.

Auf einem guten Weg ist ebenfalls der Bau des künftigen C-Platzes aus Naturrasen in der Verlängerung des bestehenden Geländes des RFC St.Vith. Dieser Platz soll möglichst noch in diesem Jahr eingesät werden und könnte demnach im kommenden Sommer bzw. zu Beginn der Fußball-Saison 2011-2012 für den Spielbetrieb freigegeben werden.

800 000 Euro

Der Bau des neuen, 10,8 x 10,8 Meter großen Kabinentrakts für die RUS Emmels, den FC Olympia Recht und die Gastmannschaften des RFC St.Vith sowie die Verlängerung des bestehenden Vereinshauses des RFC St.Vith um 3,80 Meter ist unterdessen gegenüber der ursprünglichen Planung ins Hintertreffen geraten. »Wir warten darauf, dass diese Baustelle ausgeschrieben wird«, so RFC-Sekretär Edgar Classen auf Anfrage dieser Zeitung. Nach aktuellem Planungsstand dürften die neuen Umkleidekabinen nicht vor Anfang 2011 bezugsfertig werden. Insgesamt werden 800000 Euro in den Ausbau der Fußballanlage an der Rodter Straße investiert. 60 Prozent der Kosten übernimmt die Deutschsprachige Gemeinschaft, die Restsumme übernimmt die Stadtgemeinde St.Vith. Zudem investierten sowohl der technische Dienst als auch der Dienst Öffentliche Arbeiten der Stadt St.Vith enorm viel Zeit und Kompetenz in die Vorbereitung und Planung dieser Bauakte, wie unser Gesprächspartner lobend erwähnt.

Sportinfrabouw

Den Zuschlag für den Bau der beiden Kunstrasenplätze (neben dem 100 x 60 Meter großen B-Platz wird auch ein für Spiele der Kategorien Diablotins und Préminimes genormter Bolzplatz von 41 x 31 Meter Größe mit Kunstrasen ausgelegt) erhielt das Unternehmen Sportinfrabouw aus Essen (Provinz Antwerpen). »Das Ergebnis der Ausschreibung fiel mit 486 513 Euro ohne Mehrwertsteuer niedriger aus als die Kostenschätzung«, freut sich der Sekretär des RFC St.Vith.

Das auf Sportanlagen und insbesondere auch auf die Verlegung von Kunstrasen spezialisierte Unternehmen aus Flandern greift in St.Vith übrigens auf regionale Subunternehmer zurück. So sind an der Rodter Straße in diesen Tagen Arbeiter der Tiefbauunternehmen Lenges und Delges (Recht) sowie der Firmen Bodarwé (Malmedy) und Trageco (Weismes) anzutreffen. Die Drainagen wurden bereits verlegt und insgesamt sind die Erdarbeiten bereits weit fortgeschritten. Der auf dem B-Platz abgetragene Mutterboden wurde zum künftigen C-Platz transportiert. Dessen Anlegung wird der RFC St.Vith übrigens mit Eigenmitteln finanzieren. Da der B-Platz bis Ende September nicht zur Verfügung steht, hat der RFC St.Vith für die dort anberaumten Meisterschaftsspiele bei den jeweiligen Gastmannschaften einen Tausch des Heimrechts beantragt und stieß mit diesem Anliegen allerorts auf offene Ohren.

Zu einer weiteren nicht unerheblichen Kosteneinsparung dürfte es im Bereich der Flutlichtanlage des B-Platzes kommen, da die nötigen Stromleitungen bereits vorhanden waren. Die so freigewordenen Mittel können in den Anbau des Sanitärtrakts investiert werden.

Engpass

Die bereits angesprochenen Verzögerungen bei der Ausschreibung dieser Arbeiten sind auf organisatorische Gründe zurückzuführen. Architekt Hermann Dederichs riet auch aus sicherheitstechnischen Gründen davon ab, zwei Tiefbaustellen, die sich praktisch berühren und von zwei verschiedenen Unternehmen bewerkstelligt werden, parallel in Angriff zu nehmen. Die Arbeiten sollen aber möglichst noch in diesem Monat zugeschlagen werden.

Bei günstigem Verlauf könnten die Rohbauarbeiten also bis Jahresende abgeschlossen und die Winterperiode dazu genutzt werden, den Innenausbau zu bewerkstelligen. In der Zwischenzeit gilt es einen Engpass bei den Umkleidemöglichkeiten an der Rodter Straße zu überbrücken, wo künftig 30 Fußballmannschaften ihre wöchentlichen Trainingseinheiten absolvieren werden.

Quelle : www.grenzecho.net