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05.03.2010, 08:38

Sicherheitsstandards stellen im TI St.Vith die Kostenfrage

von: Daniel Theissen

Von Arno Colaris

Unterrichtsminister Oliver Paasch hat der Bischöflichen Schule (BS) und dem Technischen Institut (TI) St.Vith gestern einen Arbeitsbesuch abgestattet, um sich über den Fortschritt der Arbeiten am TI-Neubau und Sicherheitsmaßnahmen in den technischen Abteilungen zu informieren.

Außerdem nutzte der Minister seinen Aufenthalt in St.Vith, um den Teilzeitunterricht (TZU) zu besuchen. Hier wurden in einem lockeren Gespräch mit den Schülern und dem Lehrkörper verschiedene praktische Fragen angesprochen.

Platznot

Laut Terminplan sollte der Erweiterungsbau des Technischen Institutes im September 2010 bezugsfertig sein, doch steht schon jetzt fest, dass dieses Ziel nicht erreicht werden kann. Denn in der Zwischenzeit ist es - vor allem aus witterungsbedingten Gründen - zu Verzögerungen auf der Baustelle gekommen. Die Direktoren René Roth (TI) und Roland Lentz (BS) gehen davon aus, dass der Umzug der Kfz-Werkstatt, der Mechanik-Werkstatt und des Schweißateliers voraussichtlich erst im Frühjahr 2011 erfolgen kann.

Bei einem Rundgang durch die Werkstätten konnte sich der Minister allerdings erneut davon überzeugen, dass der Erweiterungsbau auf Grund des hier vorherrschenden Platzmangels dringend erforderlich ist. Dies trifft nicht zuletzt auch auf die Schreinerabteilung zu.

Externe Evaluation

Sorgenfalten bereitet den Verantwortlichen aber auch die externe Evaluation der Sicherheit in den Werkstätten, die aus Sicht des TI St.Vith ernüchternd ausfiel, wie die Werkstattleiterin und Sicherheitsbeauftragte Patricia Schäfer zu berichten wusste. Dringende Maßnahmen konnten in Eigenregie durch die Lehrer und mit Mitteln aus dem Funktionshaushalt der Schule umgesetzt werden. »Wenn wir jedoch alle Sicherheitsauflagen erfüllen möchten, müssten wir 35 000 Euro investieren. Dieses Geld ist nicht vorhanden«, gab TI-Direktor René Roth zu bedenken. Zudem wird die Notwendigkeit gewisser Maßnahmen, so die Anbringung von Schutzvorrichtungen an Maschinen, in Zweifel gezogen, weil diese der praktischen Arbeit im Wege stünden. Schwer nachvollziehbar sei auch, dass insgesamt 180 Lichtkörper aus Sicherheitsgründen ersetzt werden sollen, obwohl das gleiche Modell erst jüngst in der Materialausleihestelle der DG in deren neuem Dienstleistungszentrum auf dem St.Vither Bahnhofsgelände verwendet worden sei.

Nun, der Unterrichtsminister gab zu bedenken, dass die externe Evaluation, insbesondere der technischen Schulen, in der DG noch in den Kinderschuhen stecke. Dieses von der DG und den Schulträgern unabhängige Gremium gebe Empfehlungen aus, die per Gesetz nicht zwingend umgesetzt werden müssten.

»Die Sicherheit der Schüler sollte uns sehr wichtig sein, doch sollte man gemeinsam prüfen, welche Maßnahmen wirklich erforderlich sind. In diesem Fall ermöglicht es uns die Gesetzgebung, dass sich die DG prozentual an den Kosten beteiligt.«

Der frühere BS-Direktor Engelbert Cremer, der seinem ehemaligen Arbeitgeber immer noch mit Rat und Tat zur Seite steht, wollte unterdessen zu verstehen geben, dass man Sicherheitsfragen an BS und TI keinesfalls auf die leichte Schulter nehme. »Alle Schulen werden mehrmals jährlich in den verschiedensten Bereichen kontrolliert, ob es nun die Elektroinstallation, die Aufzüge, die Feuerlöscher und Brandmelder oder die Gesundheit betrifft, um nur einige Beispiele zu nennen. In diese Bereiche werden jährlich zwischen 12000 und 18 000 Euro investiert.«

Quelle : www.grenzecho.net


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