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18.05.2011, 15:33

Rede des Bürgermeisters anlässlich der Neueröffnung des Alten Viehmarktes am 15. Mai 2011

veröffentlicht von: Michael Karthäuser

Meine Sehr geehrten Damen und Herren, werte Gäste, liebe Kolleginnen und Kollegen des Stadtrates.

Zunächst einmal darf ich Sie alle im Namen des Stadtrates sehr herzlich zur offiziellen Inbetriebnahme des neugestalteten Alten Viehmarktes begrüßen. Der Alte Vielmarkt hat Tradition, denn schon seit dem Mittelalter ist St.Vith als Marktstandort bekannt und während Jahrhunderten wurde hier bis in die siebziger Jahre des vorigen Jahrhunderts hinein zum monatlichen Jahrmarkt das Vieh feilgeboten und wechselte den Besitzer. Und nicht nur das, hier haben die traditionellen Schützenbrüder in früheren Zeiten ihre Schützenkönige ermittelt, hier stand nach der Zerstörung der Stadt im Zweiten Weltkrieg die Notkirche von St.Vith.

Auch wenn der frühe und gleichsam strenge Winter etwas Verzögerung mit sich brachte, belief sich die Bauzeit der Neugestaltung des Alten Viehmarktes auf letztlich nur acht Monate. Dies lag vor allem an der vorbildlichen Planung des Platzes durch das Studienbüro Lacasse-Monfort in Zusammenarbeit mit dem Bauleiter der Stadt Herrn Rudi Berners unter Berücksichtigung der Interessen der Anlieger und natürlich auch an der Beflissenheit der Mitarbeiter des Bauunternehmens Gehlen und dessen Subunternehmer Fettweis und Lemaire. Diesen Firmen möchte ich für ihre vorbildliche Arbeit danken.

Auch bestand die Sorge, dass die traditionelle Kirmes hier nicht mehr stattfinden könne. Aber dies ist bei den Planungen berücksichtigt worden: alle Poller, Verkehrsschilder und Blumenkübel lassen sich ohne großen Aufwand entfernen.

Es wurden besondere Sicherheitsmaßnahmen für Menschen mit einer Behinderung vorgesehen. Die gesamte Fläche wurde rollstuhlgerecht konzipiert und an den neuralgischen Punkten wurde auch an sehbehinderte Menschen gedacht. Die weißgrauen Leitsteine mit kleinen Erhöhungen dienen zur besseren Orientierung und zur sicheren Überquerung des Platzes.

Durch die Gestaltung des Platzes als eine Begegnungszone war es uns möglich, insgesamt 150.000,00 € Zuschuss im Rahmen des „Plan Escargot“ von der wallonischen Region zu erhalten, immerhin fast ein Drittel der Gesamtkosten in Höhe von 512.000€. Das Resultat mit seinen Grünanlagen, Bäumen, Sträuchern und bequemen Sitzbänken spricht für sich und wertet das Stadtviertel um die Malmedyer Straße erheblich auf. Selbstverständlich ist der Parkraum in der eng bebauten Stadt erhalten geblieben, allerdings müssen die motorisierten Verkehrsteilnehmer künftig eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 20 km/h respektieren.

Heute sind wir sehr glücklich, den Alten Viehmarkt an der Malmedyer Straße im Rahmen des diesjährigen Frühlingsfestes mit einer „Kirmes wie zu alten Zeiten“, einem Streichelzoo und natürlich Musik seiner Bestimmung übergeben zu können. Die gesamte Organisation haben die Fördergemeinschaft St.Vith und die Firma Media Planning übernommen. Herr Edoardo Corner, Eigentümer des Restaurant La Grappa und das Bauunternehmen Gehlen zeichnen sich für die Bewirtung der Ehrengäste verantwortlich. Ihnen möchten wir unseren herzlichen Dank aussprechen.

Mit der heutigen offiziellen Inbetriebnahme des neugestalteten Platzes anlässlich des diesjährigen Frühlingsfestes verwirklichen wir einen weiteren Mosaikstein im Gesamtkonzept der Stadtaufwertung von St.Vith als regionales Zentrum der belgischen Eifel. Die vielen Investitionen in den vergangenen zwei Jahrzehnten zeigen heute Wirkung. Sie haben nicht nur die Lebensqualität unserer Bevölkerung verbessert, sondern auch die Anziehungskraft von StVith auf die umliegenden Ortschaften gesteigert und dies zum Vorteil des hiesigen Einzelhandels.

Dabei müssen wir als Politiker aber zugeben, dass wir nur die Rahmenbedingungen gestalten können und dass der eigentliche Trumpf unserer Einkaufsstadt St.Vith der dynamische Einzelhandel mit seinem hervorragenden Angebot und dem Engagement der Geschäftsleute ist.

Wir hoffen, dass wir auch weiterhin hier in St.Vith auf der Erfolgsspur bleiben können. In diesem Jahr werden die Arbeiten zur Erweiterung des Stadtparks am Millionenberg, die Anbindung der Straße An der Dell an die Malmedyer Straße und die Arbeiten an der Bahnhofstraße beginnen. Die erste Phase des neuen Wohngebietes Auf‘m Bödemchen wird im Sommer fertiggestellt, sodass die letzten Mosaiksteine im Gesamtpuzzle der Stadtentwicklung sich zeitnah verwirklichen werden.

Ich darf zum Abschluss meiner Ausführungen noch einmal allen im Namen des Stadtrates recht herzlich danken, die an der Verwirklichung dieses Projektes beteiligt waren. Die Planer, die Unternehmen Gehlen, Fettweis und Lemaire mit ihren kompetenten und fleißigen Arbeitern, die Stadtverwaltung, aber auch die Anlieger, die die Unannehmlichkeiten der Bauphase mit großer Geduld ertragen haben.

Ich wünsche der Bevölkerung von St.Vith und den Nutzern dieses Platzes viele glückliche Momente bei ihrem Aufenthalt auf dieser neu gestalteten Fläche und beglückwünsche jetzt schon diejenigen, die das neu gestaltete Areal dazu nutzen werden, neue geschäftliche Aktivitäten zu starten.

Christian Krings,

Bürgermeister der Stadtgemeinde St.Vith.