Sehr geehrte Mitbürgerinnen und Mitbürger!
Das Jahr 2009, neigt sich dem Ende zu. Ein Jahr wo die weltweite Finanzkrise uns allen bewusst werden ließ, dass sich sehr schnell vieles ändern kann, ohne das wir direkten Einfluss darauf nehmen können.
Heute schwindet aber auch unser lange Zeit gepflegtes Vertrauen in eine unendliche Wirtschaftswunder Zukunft, denn die Globalisierung des Welthandels wird von Banken und Konzernen zu marktstrategischen Schachzügen missbraucht, die Erde wird ohne Rücksicht auf Menschen und Klima ausgebeutet.
In unserer globalisierten Welt, wo 500 Familien 55% des Brutto Sozialproduktes besitzen und kontrollieren, müssen zur Weihnachtszeit 2009 auf dieser Welt hunderte Millionen Menschen ums Überleben kämpfen, ohne Hoffnung, dass sich ihre Situation verbessern könnte. Es wäre zu einfach Gott dafür verantwortlich zu machen, denn es sind Menschen die oft in ihrer ungezügelten Gier nach immer mehr Reichtum ihre Brüder und Schwestern in Elend und Hunger stürzen.
Seit der Geburt Jesu vor 2000 Jahren sehen viele Menschen Weihnachten als ein Zeichen der Hoffnung auf eine bessere und gerechtere Welt. Das Ziel, diesen Planeten Erde für alle Menschen lebenswert zu gestalten und zu erhalten, ist mehr als legitim, es ist ein Auftrag an uns alle, ob wir nun an Gott glauben oder nicht.
In einem Sprichwort aus Russland heißt es:
„Das Lächeln ist ein Fenster, durch das man sieht, ob das Herz zu Hause ist"
Ein echtes Lächeln schenken die Menschen, deren Herz zu Hause ist, die sich im seelischen Gleichgewicht befinden. Das Lächeln von weisen Menschen wirkt nicht nur wie eine Einladung uns ihnen zu nähern, sondern auch wie eine uns zu entspannen, lässt uns doch ihr beruhigendes Strahlen wieder Vertrauen in die Welt fassen.
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger!
Ich lade Sie herzlich ein in diesen Weihnachtstagen viele Lächeln an ihre Mitmenschen zu verschenken, um ihnen damit zu zeigen, dass sie ihnen wichtig und wertvoll sind. Verschenken Sie etwas von dem wertvollsten das Sie besitzen an ihre Mitmenschen, nämlich etwas von ihrer Zeit und die kostet nicht einmal Geld.
So ist Weihnachten auch dieses Jahr wieder ein Angebot an uns über das nachzudenken, was uns wichtig und wertvoll ist. Es ist eine Chance, inneren Frieden zu finden, und der ist die Grundlage für ein friedvolles Miteinander der Menschen.
Ich danke Ihnen für das gute und vertrauensvolle Miteinander und wünsche Ihnen, Ihren Angehörigen und Freunden allen friedvolle und besinnliche Weihnachten, alles Gute und Gottes Segen für das neue Jahr 2010.
Christian Krings,
Bürgermeister der Stadtgemeinde Sankt Vith und Präsident der Polizeizone Eifel