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14.09.2011, 09:00

neue Impulse für die Partnerschaft St.Vith-Kerpen

veröffentlicht von: Daniel Theissen

Bei einem Arbeitsgespräch zu Beginn dieser Woche wurden aktuelle Anliegen besprochen
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Freundschaften wollen gepflegt werden, damit sie Bestand haben. Ähnlich verhält es sich mit den Kontakten zwischen den Partnerstädten.

Seit nunmehr 28 Jahren sind St.Vith und Kerpen verschwistert. Es hat in dieser Zeit viele Gelegenheiten zum Austausch zwischen den Politikern, den Verwaltungen, den Bürgern und den Vereinen beider Stadtgemeinden gegeben. Vor allem Kultur, Folklore und Sport, aber auch andere Bereiche des Lebens, bildeten dabei die Schwerpunkte.

Und es zeigte sich recht deutlich, dass man hüben und drüben trotz der unterschiedlichen Strukturen und Größenordnungen viel voneinander lernen kann. Dieselbe Sprache und die kurze Entfernung von lediglich 100 Kilometern erleichtern natürlich die Begegnungen zwischen den Menschen. Übrigens unterhält Kerpen auch mit Oswiecim (Auschwitz) in Polen partnerschaftliche Beziehungen.

Aber auch in der Ära nach dem 25-jährigen Jubiläum, das groß gefeiert wurde, gilt es, die bestehenden Verbindungen aufrechtzuerhalten und neue aufzubauen. In diesem Sinne weilte zu Beginn dieser Woche wieder eine Delegation aus Kerpen zu einem Arbeitsgespräch in St.Vith. Bei einem Ganztagesprogramm wurden aktuelle Anliegen behandelt.

Delegation

Aus der Partnerstadt Kerpen waren Bürgermeisterin Marlies Sieburg, der Partnerschaftsbeauftragte Friedrich Löhr, die zuständige Verwaltungsangestellte Elisabeth Schmies (ihr Kollege in St.Vith ist Michael Karthäuser) und der neue Leiter des Amtes für Kultur, Sport, Städtepartnerschaft und Tourismus, Detlev Gerartz (er ist in dieser Funktion Nachfolger des verstorbenen Dieter Vollmann) angereist. Gastgeber seitens der Stadt St.Vith waren Bürgermeister Christian Krings, die Schöffen Christine Baumann und René Hoffmann sowie der Partnerschaftsbeauftragte Mathieu Ledieu.

»Es ist schon erstaunlich, wie sich die Stadt St.Vith in den letzten zehn Jahren entwickelt hat«, schwärmte Marlies Sieburg. Und fast schon ein bisschen neidisch blickt man auf das neue Kultur-, Konferenz- und Messezentrum Triangel. Doch auch aktuelle Projekte in St.Vith wurden in Augenschein genommen. Dazu zählten etwa der künftige Windpark oder das mit Energie aus einem Holzheizkraftwerk gespeiste Nahwärmenetz. Im Gegenzug will sich St.Vith u.a. die Erfahrungen in Kerpen beim Konzept und Bau des neuen Hallenbades zu Nutze machen bei der geplanten Sanierung seines Sport- und Freizeitzentrums (SFZ).

Planungen

Doch Partnerschaften, die leben, gehen selbstverständlich weit über die genannten Infrastrukturfragen oder über die historischen Erwägungen hinaus. Denn die Einwohner sollen auch weiterhin aktiv mit einbezogen werden. Es bedarf jedenfalls regelmäßig neuer Impulse. Was steht da so in der nächsten Zeit an?

Nun, zum Katharinenmarkt in St.Vith, dem alljährlich größten Volksfest der Eifel, wird am 15. November 2011 wieder Besuch aus Kerpen erwartet. Ein ganzer Bus hat sich angesagt. Neben dem Rundgang durch die Marktstraßen und der obligatorischen Erbsensuppe ist auch ein touristisches Programm in der Mache. Des Weiteren ist die fünfte Jahreszeit traditionsgemäß eine gute Gelegenheit, sich bei Jubel, Trubel, Heiterkeit auf den Karnevalssitzungen in Kerpen und in St.Vith zu treffen. Nach einer Zusammenkunft zuletzt im Juni 2011 steht Anfang Mai 2012 ein weiteres Partnerschaftstreffen an. Eine Abordnung aus Oswiecim weilt dann in Kerpen: An einem der Tage ist auch ein Abstecher nach St.Vith vorgesehen. Am nächsten Kerpener Literaturherbst im September 2012, der unter dem Motto »Stadtgeschichten« steht, sollen auch Autoren aus St.Vith teilnehmen.

Jugend

Ein weiteres wichtiges Anliegen ist der Jugendaustausch, der aktiviert werden soll, etwa auf Ebene der Schulen und Vereine. Man wolle da neue Wege gehen, gelobten die Gesprächsteilnehmer. In guter Erinnerung sind auch die Zeltlager. Da könnte eine Initiative in Verbund mit dem Ferientreff im Sommer in St.Vith ergriffen werden. Wie man sieht, fehlt es nicht an Ideen und Möglichkeiten, die umgesetzt werden können. (hs)

Quelle : www.grenzecho.net