Die Erstbesiedlung des Gebietes um Recht ist weder dokumentiert noch nachgewiesen, dennoch kann man davon ausgehen, dass bereits in keltischer Zeit Menschen dort günstige Wohnplätze fanden.
Zur Römerzeit bestand an der Rechter „Burg" wahrscheinlich eine Wehranlage, die an einer bedeutenden Straße lag. Um diese Wehranlage könnte sich im Laufe der Zeit das Dorf Recht gebildet haben.
Mitte des 7. Jahrhunderts fällt Recht in den Besitz der Abtei Stavelot-Malmedy und wird etwas später in der Grenzbeschreibung der Abtei von 670 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. In diesem Jahr wird Recht wahrscheinlich wieder fränkisches Königsland. Im späten 14. Jahrhundert kauft der Herzog von Luxemburg das Gebiet.
Bis zum Ende des 17. Jahrhunderts bestehen kaum historische Angaben. Wie die anderen Eifeldörfer auch, ist Recht abhängig von Kirche und Grundherren.
Anfang des 18. Jahrhunderts werden die ersten Steingruben außerhalb des Dorfes erschlossen. Später lassen sich dann Steinhauer in der Nähe dieser ebenerdigen Gruben nieder, von denen heute noch einige zu finden sind.
Zwischen 1725 und 1735 wandern sogar Steinhauer aus Tirol ein und immer mehr Rechter erlernen das Steinhauerhandwerk. Die Erzeugnisse sind Kreuze und Denkmäler, aber auch Einfassungen für Türen und Fenster, Tischplatten, Fußböden und Viehtränken.
Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts bestehen nur ebenerdige Gruben in Recht, 1886 jedoch wird der erste Stollen erschlossen. Einige Jahre später beginnt auf Grund diverser Schwierigkeiten der Rückgang der Rechter Steinindustrie. 1920 wird die Arbeit in der letzten Grube eingestellt.
Ende des 18. Jahrhunderts besetzen französische Truppen das Sankt Vither Land und annektieren es am 1. Oktober 1795 offiziell. In Folge des Wiener Kongresses wird unser Gebiet 1815 dem preußischen Königreich zugeteilt.
Nach dem Ersten Weltkrieg nimmt Belgien Besitz von Eupen-Malmedy. Das Gebiet wird jedoch am 18. Mai 1940 wieder an Deutschland angegliedert. Im Winter 1944 - 45 findet die Von-Rundstedt-Offensive statt, bei der Recht 4 Wochen lang bombardiert wird und viele Häuser ganz oder teilweise zerstört werden. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges bildet Recht-Born wieder eine belgische Gemeinde.