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Weppeler

Geschichtliches

In den Rechtssatzungen des Hofes Thommen aus dem Jahre 1555 wird die Ortschaft Weppeler zum ersten Mal schriftlich genannt. Der Werdegang des Dorfes ist somit eng mit der Geschichte des Hofes von Thommen verbunden.

Der Hof von Thommen:

Zum Hofe Thommen zählten u.a. die Ortschaften Schlierbach, Setz, Malmetersteg, Weippeler, Auwel, Wieweler und Leitumb. Der Hofbezirk Thommen war römisches Staatseigentum. Als solches fiel er bei der fränkischen Eroberung dem König zu. Der Frankenkönig Siegebert III schenkte der im Jahre 651 gegründeten Abtei Malmedy-Stavelot das Gebiet, welches sich nach allen Richtungen hin 12 Stunden von Malmedy ausdehnte. Ein Gebiet dieser Ausdehnung umfasste auch den Königshof Thommen, und somit ebenfalls das Dorf Weppeler. Nach der Zeit der Karolinger ging das Königsgut, welches zwischen Maas und Rhein beträchtlich war, an die Pfalzgrafen von Aachen. Im Mittelalter war demnach der Aachener Schöffenstuhl Oberhof und Obergericht des Hofes Thommen, wie auch für viele andere Höfe unserer Gegend. Um 1150 sollen die Herzöge von Limburg zur Oberherrschaft des Hofes Thommen gekommen sein. Jedenfalls befand sich der Hof im 12. und 13. Jahrhundert unter der Oberherrschaft der Grafen von Luxemburg. Ende des 18. Jahrhunderts bereiteten die Franzosen den alten Einrichtungen ein jähes Ende.

Quelle:A.Hintzen, Geschichte des ehemaligen Hofes Thommen, S.23-33, Verlag Hermann Doepgen, St.Vith, 1924

Hausstände und Feuerstätten in Weppeler:

Im Verzeichnis der Hausstände des Hofes Thommen aus den Jahren 1552/1553 wird Wiplar (Weppeler) mit 5 steuerfähigen Haushalten aufgeführt :

Paulus Johan
Schoffes Peter
Greyns Lenardt
Greuels Lenardt
Severeyn Illerg

Im Feuerstättenverzeichnis des Hofes Thommen aus dem Jahre 1604 werden drei Familiennamen aus Weipler (Weppeler) aufgeführt, die aber nur auf eine Feuerstätte veranschlagt werden :

Querins Leonart
Paulus Peter
Arents Hans

Im Hausständeverzeichnis mit genauem Besitzstand der Meierei Thommen aus dem Jahre 1656 wird Feÿpeller (Weppeler) mit 3 Haushalten angeführt. 2 Häuser gelten als verfallen.

Quelle:H.Jenniges, Verzeichnis der Hausstände des Landes ZVS aus den Jahren 1552/1553, ZVS, 1976, nr.10, S.147-150
L.Trantes, Ein Feuerstättenverzeichnis des Hofes Thommen aus dem Jahre 1604, ZVS, 1997, nr.8, S.138ff
L.Trantes, Hausständeverzeichnis mit genauem Besitzstand der Meierei Thommen aus dem Jahre 1656, ZVS, 1987, nr.3, S.40ff

Zehntzahlungen der Bevölkerung aus Weppeler an den Pfarrer von Lommersweiler:

Eine genaue Aufstellung der Zehntberechtigten im Hofe Thommen liegt aus der Zeit um 1766 vor. Sie zeigt, wie sehr der Zehnte damals zersplittert und vielfach im Besitz von Privatleuten war. Es bezogen nämlich :

-          der Freiherr von Montigny zu Dasburg zwei Drittel des Zehnten von Espeler und Thommen 9 Malter Korn, 18 Malter hafer, 3 Malter Kartoffeln

-          Johann Moritz d’Orley de Linster zu Reuland zwei Neuntel des Zehnten von Oudler 4 Malter Korn und 4 Malter Hafer.

-          Marianne von Baring zu Birtringen einen Teil des Zehnten zu Espeler 2 Malter Korn und 2 Malter Hafer

-          Der Pfarrer von Lommersweiler 8 Malter Korn und 10 Malter Hafer, 1 Malter Buchweizen und 4 Malter Kartoffeln von Weppeler

Quelle:A.Hintzen, Geschichte des ehemaligen Hofes Thommen, S.44, Verlag Hermann Doepgen, St.Vith, 1924