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Wallerode

Geschichtliches

Geschichtliche Daten

1157:  Ersterwähnung Wallerode (Waltenrote) in der Beschreibung des Wildbannbereichs  der  Erzbischöfe von Köln. (zweitältester Ort des früheren Hofes Amel)

1365: gab es einen Peter von Walderait (Burgmann auf Schönecken)

1451: belehnt der Graf von Vianden Johann von Enschringen mit 13 Vogteien zu Waldenrad

1571: stellt Wilhelm von Bolich einen Lehnsrevers über lehnrührige Güter zu Wallerode aus

1604:  Niklas Walderode Bürgermeister von St. Vith (war er ein Walleroder?)

1611: 15 Haushalte; 1656: 18 Haushalte, davon 7 verfallene Häuser; 1752: 22 Haushalte

1664: verkauft Johan Bertram von Boulich an Johan Heinrich von Baring aus Prüm (verh. 1650 Anna Marg. Dhaem St. Vith) sämtliche Renten, Lehen und ihr Allodialgut in den Höfen Amel und Thommen. Kurz darauf auch sein Bruder Philipp Arnold von Boulich. Um diese Zeit wurde, wahrscheinlich aus einem alten Herrenhaus, Schloss Wallerode erbaut.

1717: wird Johann Heinrich Baring, Sohn de o. g. in den Adelstand erhoben.

1751:  Einweihung Eremitage Kohl-Kaul (Stiftung Baring).

1756: Teilungsakt (Maria Theresia) erwähnt Wallerode mit 3 Unterschriften und 16 Handzeichen (x).

1819: Schloss Wallerode geht in den Besitz von Therese Cavens aus Malmedy über.

1841: Schloss Wallerode, Eigentum der Familie von Frühbuss.

Um 1800: wurde in Wallerode Jakob Meyer, "der Herrgottschnitzer", geboren.

1858: zog Jakob Meyer nach Amerika, mit 9 Kindern. (Korrespondenz mit einer Nachkommen, Frau Ohlinger, in Händen von K. Meyer)

1977: merkwürdige (politische) Aufteilung von Wallerode, zu St. Vith (Bevölkerung), Amel (große Liegenschaften)
2 Mühlen -Eiterbach
-unter der Eidt am Emmelser Bach
(aus Zw. Omerscheid und Wolfsbusch)

Demnach würde 2007 die Ortschaft Wallerode 850 Jahre alt werden.


Wallerode: Pfarre

03.10.1740: wurde in Wallerode eine Kirche eingeweiht durch Pater Guardian aus Malmedy, unter Mitwirkung des Ehrenwürdigen H. Francken Sierstorpf und mit Assistenz  des adeligen Benigno von Baring.


03.11.1740: Weihe der ersten Glocke (Huart, Pfarrer in Amel).
Wallerode muss schon in frühester Zeit eine Kapelle gehabt haben. Aus einem alten Lagerbuch von 1826 geht hervor, dass ein Rechnungsbuch vom 30.09.1614 bestanden hat. 
Beim Bau von 1754 ist der alte Turm stehen geblieben.

1739: Bau der Vikarie (1. Schule). 1995-1996 Totalrenovierung unter Mitwirkung der Gemeinde.

1849:  Kirche Wallerod wird als eine Kapelle im Sinne des Staatsratsgutachters vom 10.12.1810 anerkannt.

1850: Bau des Pfarrhauses (Renovierung 2001).

1861:  Erhebung der Kapelle Wallerode zu einer Sukkursal-Pfarrkirche.

1883: Erste Orgel, Geschenk von Fr. Gustav Nicolai Wissbaden.

1925: größere Reparatur und Generalüberholung.

1992: Generalüberholung mit Einbau eines neuen Registers (insgesamt 5,5 Register).

1902: Anbau einer Sakristei.

1907: Konsekration des neuen Hauptaltars, nach dem Konzil von 1963 ausgebaut und vor Pfingsten 1989 zurückgesetzt.

1922: Wiederaufbau Kirchturmhelm nach dem Brand.

1926: Bau der Kapelle am Mühlenweg (Mutter Gottes).

1926: Bau der Kapelle am Rüdelsbusch (Hl. Donatus), neu erbaut 1986 (Antrag durch Ratsmitglied Nikolaus Meyer, Wallerode; wurde am 15.12.1924 durch den Gemeinderat genehmigt).

1788: 14. hl. Nothelferaltar: (Schnitzwerk), nach Konzil ausgebaut, erhalten durch H. v. Frühbuss während 25 Jahren, restauriert durch H. Peter Dederichs, Setz und zurückgesetzt am 29.02.1996.
Predigtstuhl: altes Schnitzwerk mit 4 Figuren (Augustinus, Bonaventura, Gregor der Große, Thomas von Aquin), erhalten durch H. v. Frühbuss während 25 Jahren, nach Konzil ausgebaut und nach Renovierung, durch Küster Hubert Heyen 1998 zurückgesetzt.

Glocken: 1. (1926); 2. (1959); 3. 1961

Friedhöfe: 1851: erste Anlage jenseits des Pfarrhauses. (siehe Stützmauer)
1882: neue Anlage "auf dem Büchel".

Kriegerdenkmal: alter Friedhof, am 07.03.1927 durch Kriegerdank Wallerode (Gemeinde Meyerode) errichtet (Findlinge).
1914-1918; 20 Gefallene
1940-1945: 21 Gefallene, 8 Vermisste, 8 Zivilopfer


Wallerode: Schule

1739: Baujahr Vikarie: wurde während der 1 Hälfte des 19. Jahrhunderts als Schule benutzt. Während des Abrisses de alten Schule und des Aufbaus der neuen Schule wurden hier wieder (nach Renovierung durch die Kirchenfabrik via Gemeinde) zwei Schulklassen und der Kindergarten für fast 2 Jahre untergebracht (1995-1996).

1863: Bau einer Schule zwischen den Häusern Schütz (heute Aachen) und Martongen (heute Gangolf-Hilger) auf dem für den neuen Friedhof vorgesehenen Platz (heute Peters-Dupont) (1913 versteigert).

1909: wurde ein völlig neues Schulhaus erbaut.

1924: Neubau einer 2. Klasse.

1997: Schulhaus wird abgerissen und neu erbaut.


Allgemeines:

1917: Trasse Eisenbahn St. Vith-Losheim streifte Wallerode ebenso die Römerstraße (Reims-Köln) Jülich und Neuss.

Eremitage: Kohl-Kaul (siehe Heftchen, erschienen 2000) (v. Frühbuss).

E. Fischer-Wood-Denkmal: junger amerikanischer Offizier, der aus dem"Kessel von Lindscheid" entkommen ist, in den Ommerscheider Wald Flüchtete und als Einzelkämpfer dem Gegner hohe Verluste Beibrachte, ehe er dann im Januar 1945 den Tod fand. In der Nähe des Denkmals, ungefähr 200m westlich, hatten während der Offensive viele Walleroder im Wald (Hochbestand) Zuflucht gesucht. Zwei Tage nachdem diese Leute nach Hause gefahren waren, wurde diese Stelle von den Amerikanern beschossen. Das Denkmal des Soldaten halten Pfarrangehörige von Meyerode in Ordnung.

18.04.1923: Genehmigung eines Antrags der Einwohner von Wallerode, auf Verlegung der Kirmes von Oktober auf Juni, durch den Gemeinderat Meyerode.

1. Glocke: Durch Gemeinderatbeschluss vom 02.05.1926 schenkt die Gemeinde der Pfarre die Glocke, da die Pfarre nicht im Stande ist 11 950 frs zu zahlen. Die Glocke wurde durch die Fa. Slegers-Cansard aus Tellin geliefert.
Diese Sache wurde am 11.10.1924, am 15.12.1924 und am 22.12.1925 im 
Gemeinderat Meyerode behandelt.