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Bekanntmachung | 03.06.2020 - 10:59

Stand der Dürre in der Wallonie

Ende Mai haben der Öffentliche Dienst der Wallonie und die Trinkwasserproduzenten einen allgemeinen Bericht über die Dürresituation in der Wallonie und ihre Folgen erstellt. Aus diesem Bericht geht hervor, dass die sehr geringen Niederschläge der letzten Wochen bereits konkrete Auswirkungen insbesondere auf die Vegetation, die Landwirtschaft und das Oberflächenwasser haben, die Wasserverteilung jedoch normal gewährleistet ist.

Die Grundwasserreserven setzen ihren üblichen jahreszeitlich bedingten Rückgang fort, wobei die Unterschiede je nach den Eigenschaften des Grundwasserspiegels mehr oder weniger ausgeprägt sind.

Die öffentliche Wasserverteilung findet auf dem Gesamtgebiet der Wallonie fast normal statt, auch wenn die Produzenten und Verteiler von Trinkwasser in den letzten Wochen einen allgemeinen Anstieg des Verbrauchs infolge des Lockdowns und des guten Wetters beobachtet haben.

Das Krisenzentrum und die von ihm koordinierte multidisziplinäre Zelle "Dürren" erinnern deshalb daran, dass es für die Erhaltung der Wasserressourcen und die Gewährleistung einer normalen Versorgung mitten im Sommer wichtig ist, dass die Bürger von nun an Wasser vernünftig nutzen.

Die Trockenheit der Vegetation begünstigt den Ausbruch von Busch- und Waldbränden, die sich in den letzten Tagen vervielfacht haben. Besonders im Wald ist Wachsamkeit geboten, und die Regeln der Vorsicht sind zu beachten: nicht rauchen, keine Abfälle wegwerfen, die einen Lupeneffekt verursachen könnten, keine wildes Grillen und keine Feuerwerkskörper anzünden.

Auch wenn die Situation in der Wallonie derzeit unter Kontrolle ist, könnte sich die Lage verschlechtern, wenn in den kommenden Wochen keine nennenswerten Niederschläge fallen. Zusätzliche Maßnahmen sind einsatzbereit und könnten in den kommenden Tagen von den regionalen Behörden aktiviert werden. Das Regionale Krisenzentrum wird die Lage weiterhin ständig überwachen und Mitte Juni erneut über den Stand der Dürre berichten.