Navigation
Bekanntmachung | 23.02.2021 - 10:36

Aviäre Influenza/Vogelgrippe: Ausnahmen von der Verpflichtung zur Einschließung von Raubvögeln

Dies ist eine Mitteilung der FASNK (Föderalagentur für die Sicherheit der Nahrungsmittelkette) über den Stand der Lage in Belgien in Bezug auf die Vogelgrippe H5.

Kontext

Das Virus H5 der aviären Influenza wird durch Wildvögel verbreitet. In Gefangenschaft gehaltene Vögel, die mit infizierten Wildvögeln in Kontakt kommen, können sich anstecken. Raubvögel, die für Aktivitäten im Freien eingesetzt werden, sind einer besonders hohen Ansteckungsgefahr ausgesetzt.  Deshalb müssen diese Tiere seit dem 15.11.2020 auf Beschluss des Landwirtschaftsministers David Clarinval eingeschlossen oder mit Netzen geschützt werden, um das Risiko einer Kontamination durch Wildvögel zu minimieren.

Das vorliegende Dokument beschreibt die Ausnahmeregelungen, die die FASNK in Bezug auf die Verpflichtung zur Einschließung von Raubvögeln einführt. Sie tragen zum Wohlbefinden dieser Vögel bei und geben den Haltern die Möglichkeit, bestimmte Aktivitäten mit ihren Tieren zu organisieren.

Obwohl die Ausnahmeregelungen das Risiko einer Infektion von Raubvögeln mit der aviären Influenza erhöhen und der Einsatz von Raubvögeln im Rahmen von Aktivitäten im Freien potenziell dazu führen kann, dass infizierte Wildvögel wegfliegen, sind die Auswirkungen unter den derzeitigen Bedingungen begrenzt, sofern der Tierhalter die erforderlichen Vorsichtsmaßnahmen trifft.

Ausnahmen

Folgende Aktivitäten mit Raubvögeln im Freien sind ab 20.02.2021 wieder erlaubt:

  • Schulung/Training von Raubvögeln
  • Organisation von Vorführungen
  • Einsatz von Raubvögeln für die Jagd auf Haarwild
  • Einsatz von Raubvögeln für die Bewältigung von Belästigungen durch Wildtiere.

Voraussetzungen

Diese Ausnahmen sind nur möglich, wenn folgende Bedingungen beachtet oder erfüllt werden:

  • Die Problematik der aviären Influenza und insbesondere die epidemiologische Situation bei Wildvögeln bleibt stabil oder entwickelt sich günstig.
  • Der Einsatz von Raubvögeln für Aktivitäten im Freien ist in sogenannten sensiblen Naturgebieten nicht erlaubt. Dabei handelt es sich um Wassergebiete, in denen viele Wasservögel leben und in denen ein hohes Infektionsrisiko für Vögel besteht. Die Lage dieser Gebiete finden Sie über unten stehenden Link auf der Website der FASNK. Die Karte auf dieser Webseite kann bis auf Straßendetail vergrößert werden.
    www.afsca.be/professionnels/productionanimale/santeanimale/grippeaviaire/zonesnaturelles/.
  • Raubvögel dürfen nicht für die Jagd auf Wildvögel eingesetzt werden.
  • Folgende Bedingungen müssen vom Halter, der die Ausnahmeregelungen in Anspruch nimmt, eingehalten werden:
  • Das Füttern und Tränken aller Raubvögel drinnen oder unter Netzen ist weiterhin obligatorisch.
  • Für Aktivitäten im Freien eingesetzte Raubvögel sollten, wenn möglich, während einer Woche getrennt untergebracht werden, um eine mögliche Ansteckung von anderen gehalten Vögeln zu vermeiden.
  • Ein Halter, der auch Geflügel oder andere Vögel hält, muss:
  • die für die aviäre Influenza vorgeschriebenen Maßnahmen auf all sein Geflügel und alle anderen Vögel stikt anwenden Das heißt, diese Tiere müssen eingeschlossen oder durch Netze geschützt gehalten werden, um das Risiko einer Kontamination durch Wildvögel zu minimieren; außerdem müssen sie unter Netzen oder in geschlossenen Räumen gefüttert und getränkt werden.
  • geeignete Biosicherheitsmaßnahmen treffen, um die Ausbreitung der Seuche zwischen Raubvögeln, die für Aktivitäten im Freien eingesetzt werden, und Geflügel und anderen gehaltenen Vögeln zu verhindern. Dies bedeutet zumindest das Tragen von unterschiedlichem Schuhwerk, zum einen für die Raubvogelkäfige, zum anderen für die Orte, an denen andere Vögel gehalten werden, sowie das Waschen und Desinfizieren der Hände nach jeder Tätigkeit in den Käfigen.

Anwendung

Diese Anweisung gilt ab dem 20.02.2021 auf unbestimmte Zeit.

 

Mehr Informationen über das Vogelgrippevirus finden Sie hier: http://www.afsca.be/consommateurs/extra/grippeaviaire/2020-12-03.asp